CO-CREATION – Virtuell und im Flow

Wie es erfolgreich gelingen kann, gemeinsam zu denken und kreativ zu arbeiten im digitalen Raum.

Seit einer Weile habe ich einen neuen „Lieblings-Arbeitsmodus“ für mich entdeckt…
Co-Creation ganz virtuell. Denn räumliche Trennung ist kein Hindernis für Nähe und Kreativität.

Was das heißt und was daraus entstehen kann, berichten mein Co-Creation Partner Fritz Ploier, verantwortlich für „HR & Mehr“ bei 6B47 Real Estate Investors AG in Wien und ich in diesem Blog.

CO-CREATION – WIE ALLES ANFING…

Begonnen hat alles im Corona Lockdown im Frühjahr 2020 mit den Worten…

„Heike, mir fehlt der qualitativ wertvolle Austausch…. Ich brauche jemanden zum Sinnieren…“

Fritz Ploier und ich kennen uns schon seit vielen Jahren und haben in der Vergangenheit schon einige Projekte im HR und IT-Umfeld miteinander realisiert. Damals „klassisch physisch und vor Ort in Besprechungsräumen“.

Was Fritz und ich aneinander schätzen, ist die Offenheit für Neues und der Spaß daran, Dinge auszuprobieren. Und wir sind beide „Sprechdenker“ 😉, am liebsten formulieren wir unsere Gedanken im Austausch mit anderen – daher beflügelt uns das Sinnieren miteinander immer sehr.

Aufgrund der Reiseeinschränkungen während der Pandemie, haben wir begonnen, uns regelmäßig virtuell zu treffen. Wir wollten einfach über große und kleine Fragestellungen des Arbeitslebens nachdenken. Das heißt am Anfang hatten wir noch kein konkretes Ergebnis oder Ziel vor Augen, sondern waren einfach neugierig was sich daraus entwickeln könnte.

Daraus entstanden ist unser Co-Creation Format. Wir treffen uns online für eine Stunde, nutzen uns als Sparringspartner und Denken mit dem Stift.

Dabei sehen wir unsere Zusammenarbeit als kontinuierlichen Prozess, in dem Gedanken reifen dürfen, Ideen sich transformieren, und gemeinsam Neues geschaffen wird. Ganz nach dem Motto „alles kann, nichts muss“.

CO-CREATION – ZUSAMMENARBEIT IN EINER NEUEN QUALITÄT

Im Laufe der Zeit hat sich daraus ein Organisationsentwicklungs- und Beratungsprozess der ganz besonderen Art entwickelt. Wie sich das anfühlt und welche Vorteile das hat – dazu habe ich Fritz Ploier befragt.

Was kennzeichnet für Dich, die Art und Weise unserer virtuellen Zusammenarbeit?
Überraschend ist, dass es mittlerweile absolut keinen Unterschied mehr macht, ob wir uns persönlich oder in unserem virtuellen Raum treffen. Die Co-Creation-Online-Session startet und es fühlt sich von der ersten Sekunde so an, als ob wir uns gegenübersitzen würden. Und mir hilft es einfach unglaublich, wenn Du in „Echtzeit“ unsere Gedanken digital visualisierst. Da bin ich immer wieder begeistert, wie schnell wir von einer ersten Idee zu einem aussagekräftigen Gesamtbild kommen.

Was ist für Dich der größte Vorteil in der Co-Creation?
Vor allem ist es unkompliziert. Wir treffen uns im virtuellen Raum und fragen uns offen und direkt, ob wir heute „die Muse“ für eine gemeinsame Session haben. Man kenn das: Es gibt manchmal Tage, an denen es „einfach nicht passt“. Diese Form der Zusammenarbeit lässt auch kurzfristige Änderungen zu. Jeder von uns hat schon mal erlebt: man plant langfristig Termine mit „seiner externen Berater:in“ – der Tag läuft dann mies und man ist einfach nicht in der passenden Stimmung. Wärst Du „angereist“, würden wir die Sitzung jedenfalls machen. Unabhängig davon, ob wir nun in der Stimmung sind, oder nicht.

Bei dieser Art der Co-Creation arbeiten wir nur, wen wir beide in der passenden Stimmung sind und ein Gefühl dafür haben, ob wir „in den Flow kommen – oder eben nicht“. Dazu kommt, dass sich kurzfristige Umplanungen leichter umsetzen lassen. In meiner Position kann schon mal was dazwischen kommen, selbst, wenn man sich auf das Treffen gefreut und vorbereitet hat.

Was sind die Voraussetzungen, dass Co-Creation gelingen kann?
Wie bei jedem persönlichen Treffen geht das darum, dass man sich Raum und Zeit dafür nimmt. Anfangs habe ich extra ein Besprechungszimmer gebucht, um ungestört zu sein. Mittlerweile sitze ich an meinem Arbeitsplatz. Ich nehme mir aber Raum und Zeit für die Sitzung, d.h. ich betrete ganz bewusst unseren Co-Creation-Arbeitsraum. Das ist auch virtuell möglich. Während unserer Sitzung lasse ich keinerlei Störungen von außerhalb zu. Dadurch sind wir aufeinander fokussiert, gemeinsam im Flow.

Was hast Du ganz persönlich dabei gelernt?
Räumliche Trennung ist kein Hindernis für Nähe. Ich war es gewohnt mit Berater:innen immer in den persönlichen Austausch zu gehen. Ich bin wirklich überrascht, wie gut es uns gelungen ist, diese Arbeitsbeziehung und Nähe auch im digitalen Raum zu spiegeln

… Und wie hilft Dir das in Deiner Rolle als „HR & Mehr“ Leiter bei der 6B47 Real Estate Investors AG?
Ganz einfach: Wir erarbeiten viel rascher und effizienter Ergebnisse als bisher! Typischerweise nehmen wir uns 1 Stunde Zeit für unsere Co-Creation Session. Ich bin immer wieder erstaunt, was wir in dieser gemeinsamen Co-Creation Zeit denken und visualisieren können.

CO-CREATION –  WAS DARAUS SCHON ENTSTANDEN IST

Aus unserer kreativen Zusammenarbeit, die durch virtuelle Denksitzungen und asynchrones Reflektieren definiert sind, ist in der Zwischenzeit schon eine ganze Menge entstanden.

Die Visualisierungen, die wir gemeinsam entwickelt haben, nutzt Fritz Ploier als Dialoginstrumente im Organisationsentwicklungsprozess der 6B47. Denn das „richtige Bild sagt mehr als 1.000 Worte“.

Hier einige gemeinsame Werke:

CO-CREATION – KREATIV ARBEITEN UND GEMEINSAM NEUES SCHAFFEN

Manchmal entsteht Neues „über Nacht“, manchmal braucht es Zeit, dass Dinge reifen dürfen… Im Co-Creation Modus ist alles möglich. Ich freue mich, dass ich dabei ganz in meinem Element bin und meine persönlichen Werte „Kreativität“ & „Kollaboration“ dabei voll zum Einsatz kommen.

Und ich bin begeistert, was daraus schon alles entstanden ist und noch entstehen wird – ganz einfach virtuell.

Haben Sie jetzt auch Lust bekommen mehr im „Co-Creation“ Modus zu arbeiten?
Dann legen Sie gleich los… und vielleicht inspiriert Sie dabei folgendes Zitat von Maya Angelou: „Deine Kreativität kannst Du nicht aufbrauchen. Je mehr Du sie benutzt, umso kreativer bist Du.“